Computerspielsucht vorbeugen

In Deutschland ist im Moment jeder 12. Junge oder junge Mann (8,4%) computerspielsüchtig, bei Mädchen und jungen Frauen liege diese Zahl bei 2,9%. Diese Sucht ist von der Weltgesundheitsorganisation als Krankheit anerkannt. 

 

10 goldene Regeln, um Ihr Kind vor Computerspielsucht zu schützen:

  • Computerspielen ist nicht pauschal schlecht. Es gehört zu unserer Zeit. Verdammen Sie es deshalb nicht generell, doch führen Sie genaue Regeln ein, was wie lange gespielt werden darf. 
  • Lenken Sie den Spiele-Konsum in geregelte Bahnen und erlauben Sie z. B. nicht, dass Ihr Kind das Abendessen am PC einnimmt. 
  • Benutzen Sie das Computerspielen nicht als „Parkmöglichkeit“, um Ihr Kind zu beschäftigen, oder als Belohnung. 
  • Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild. Wenn Sie selbst einen Großteil Ihrer Freizeit vor dem Bildschirm verbringen, wird sich Ihr Kind ähnlich entwickeln. 
  • Wenn Sie merken, dass Ihr Kind zunehmend weniger vom PC abgehalten werden kann, schenken Sie keine Computerspiele mehr zum Geburtstag oder zu Weihnachten. 
  • Versuchen Sie, gelassen und dennoch konsequent aufmerksam darauf zu reagieren, dass das Computerspielen für Ihr Kind immer wichtiger wird. 
  • Führen Sie Regeln ein, sobald das Kind mit Computerspielen beginnt. Achtung! Nicht das Aufstellen von Regeln ist schwierig, sondern die Überwachung der Einhaltung. 
  • Vereinbaren Sie feste Computerzeiten, die eisern eingehalten werden müssen. 10 Stunden in der Woche sollten hierbei das Maximum sein. 
  • Erleichtern Sie das Einhalten der Regeln u. a. dadurch, dass Ihr Kind weder Fernseher noch Computer in seinem Zimmer hat. Sie können den Spielekonsum sehr viel besser überwachen, wenn die Geräte in einem Gemeinschaftsraum stehen. 
  • Bieten Sie Ihrem Kind Alternativen zum Computerspielen und fördern Sie andere Interessen. 

 

7 deutliche Symptome helfen Ihnen zu erkennen, ob Ihr Kind auf dem Weg zu einer Computerspielsucht ist:

Mein Kind …

  • spielt immer häufiger und länger Computerspiele.
  • vernachlässigt andere Aktivitäten zugunsten des Computerspielens.
  • verringert die Kontakte zu Freunden. 
  • und ich geraten in Streit, wenn das Spielen beendet werden soll. 
  • macht Computerspiele immer häufiger zum Gesprächsinhalt. 
  • beginnt, heimlich zu spielen. 
  • fühlt sich unwohl oder wird unruhig, wenn es nicht am Computer spielen kann. 

Nehmen Sie jedes Symptom ernst und steuern Sie mit einer klaren Haltung und mit Konsequenzen gegen. 

 

nach „Schulleitung intern“ KW 22/2018