Hausaufgabentypen

Welcher Hausaufgabentyp ist mein Kind und

wie kann ich es wirkungsvoll unterstützen?

Typ 1: Der fleißige, schnelle Schüler mit guten Leistungen

Das Kind erledigt die Hausaufgaben selbstständig, schnell, richtig und vollständig.

  • Drücken Sie Ihrem Kind gegenüber von Zeit zu Zeit aus, dass Sie mit der Erledigung der Hausaufgaben und den guten Leistungen sehr zufrieden sind und zeigen Sie Interesse an seiner Arbeit.

Typ 2: Der hoch engagierte Schüler mit guten Leistungen

Das Kind erledigt die Hausaufgaben sorgfältig und lückenlos. Es sitzt oft den ganzen Nachmittag an den Hausaufgaben.

  • Zeigen Sie Ihrem Kind, wie sehr Sie seine pflichtbewusste Arbeitshaltung schätzen.

  • Geben Sie Hinweise, wie es effizient arbeiten und die Arbeiten beschleunigen kann.

  • Ermuntern Sie es, sich ein Zeitziel zu setzen, wann es mit den Hausaufgaben fertig sein soll.

Typ 3: Der durchschnittliche Schüler

Das Kind erledigt seine Hausaufgaben meist in dem vorgesehenen Zeitrahmen mit einer durchschnittlichen Qualität. Auch seine Leistungen sind durchschnittlich.

  • Zeigen Sie Anerkennung für die Bereitwilligkeit, mit der das Kind die Hausaufgaben erledigt.

  • Wecken Sie darüber hinaus seinen Ehrgeiz: Erklären Sie, dass Sie davon überzeugt sind, dass es bei einer Steigerung der Anstrengungen auch die Leistungen verbessern könnte.

  • Führen sie ein Ritual ein: Wenn die Hausaufgaben erledigt sind, zeigt es Ihnen das Ergebnis. Gehen Sie die Arbeit gemeinsam durch.

Typ 4: Der Schüler, der sich erfolglos abmüht

Das Kind sitzt oft sehr lange über den Hausaufgaben, träumt vor sich hin, lässt sich von allem und jedem ablenken, widmet sich vor allem anspruchslosen Anforderungen wie Ausmalen, hat oft nicht verstanden, was es tun soll, kann die Aufgaben nicht aus eigener Anstrengung lösen.

  • Auch bei diesem Kind ist es wichtig, seine Anstrengungsbereitschaft anzuerkennen. Nutzen Sie diese als Ausgangspunkt für eine gezielte Hilfe.

  • Offensichtlich braucht das Kind fachliche Unterstützung, z. B. eine nochmalige Erklärung eines mathematischen Zusammenhangs. Halten Sie dazu engen Kontakt zur Lehrkraft, damit Sie dem Kind nicht überholte Muster aus der eigenen Schulzeit antrainieren.

  • Leiten Sie Ihr Kind an, die Lösung selbst zu finden, z. B. indem es einen Text noch einmal durchliest.

  • Bevor das Kind mit den Hausaufgaben beginnt, lassen Sie sich von ihm erklären, was zu tun ist.

  • Unterstützen Sie seine Eigeninitiative durch Fragen oder die Aufforderung, den Arbeitsauftrag noch einmal zu lesen und ihn mit eigenen Worten zu erklären.

  • Gehen Sie überdauernden Lernschwierigkeiten mit Unterstützung der Schulberatung nach.

Typ 5: Der Minimalist mit schlechten Leistungen

Das Kind will nicht anfangen, trödelt, entzieht sich durch Tricks, weint, schwindelt und behauptet, es habe keine Hausaufgaben.

  • Dieses Kind macht es Eltern besonders schwer, ihm zu helfen. Denn zur Leistungsschwäche kommt auch noch die Abwehr, sich mit den Lerninhalten zu beschäftigen – ein Teufelskreis.

  • Die Abwehr, sich mit dem Schulstoff zu beschäftigen, beruht häufig auf vielen vorangegangenen Misserfolgserlebnissen.

  • Vereinbaren Sie mit der Lehrkraft, wie auch dieses Kind Erfolge erleben kann, z. B. durch eine reduzierte Anzahl von Aufgaben oder Aufgaben auf geringerem Anforderungsniveau.

  • Dieses Kind braucht schon bei geringer Anstrengung Anerkennung und Lob. Erhöhen Sie schrittweise die Anforderungen, bei denen Sie das Kind loben.

  • In gravierenden Fällen sind Belohnungen erlaubt, um das Kind zu motivieren, z. B. mit einem Punktesystem, mit dem sich das Kind Computer-Spielzeiten verdient.

  • Bleiben Sie in engem Kontakt mit der Lehrkraft und geben Sie ihr regelmäßig Rückmeldung.

 

Quelle: Schulleitung intern