5 Tipps für eine ausgewogene Erziehung

  1. Vermeiden Sie Extreme!
    In der Erziehung ist das Beste nicht ein „entweder/oder“, sondern die Ausgewogenheit: Der autoritäre Stil ist ebenso schädlich wie der verwöhnende. Denn Drohungen und Strafen schüchtern das Kind ein und haben oft Nebenwirkungen,z. B. wird es ängstlich. Bei zu viel Freiraum tyrannisiert es die Eltern. Es lernt nicht, sich in eine Gemeinschaft einzuordnen. Die Kunst der Erziehung besteht in der richtigen Balance zwischen Freiheit und Grenzen.
  2. Hören Sie aktiv zu: Das Kind verstehen
    Konflikte zwischen Kind und Eltern schaukeln sich oftmals auf, weil das Kind sich nicht verstanden fühlt. Wenn Eltern vorschnell den Wunsch eines Kindes ablehnen, fängt das Kind an, sein Anliegen mit Quengeln, Weinen und Schreien durchzusetzen. Die Eltern halten dies oft nicht aus und geben nach. Was hat das Kind für künftige Auseinandersetzungen mit den Eltern gelernt? „Ich muss weinen, dann werden meine Wünsche erfüllt.“ So wird es diese Verhaltensweise immer häufiger einsetzen.
    Empfehlung: Verschaffen Sie sich Zeit für reifliches Überlegen. Möchte Ihr Kind z. B. ein neues Handy haben, lassen Sie sich genau erklären, worum es geht und weshalb Ihrem Kind das so wichtig ist. Kontern Sie nicht mit Gegenargumenten. Hören Sie vielmehr „aktiv“ zu. Nehmen Sie also erst einmal alle Aussagen des Kindes auf. Fassen Sie das Gehörte zusammen: „Es ist dir also besonders wichtig dieselbe Marke wie dein Freund zu besitzen, damit du nicht ausgelacht wirst? Ich werde mir das überleben und mit deinem Vater besprechen. Wir reden dann morgen nach dem Abendessen noch einmal darüber.“

  3. Senden Sie „Ich-Aussagen“: Selbst verstanden werden
    Ein weiterer wichtiger Faktor in der Kommunikation zwischen Eltern und Kind ist die Art und Weise, wie Kritik formuliert wird. „Wieso sind die Hausaufgaben nicht fertig? Du bist ein Trödler.“ Dies ist eine „Du-Aussage“. Mit dem „Du bist …“ wird dem Kind eine Eigenschaft zugeschrieben. Es übernimmt diese Sicht in sein Selbstbild und wird diese Rolle auch weiterhin aufrechterhalten. Andererseits fordert diese Zuschreibung zu einer Rechtfertigung heraus, dass es kein Trödler sei. Meist entsteht daraus eine Endlosdiskussion, die zu keiner Lösung führt. Empfehlung: Verwenden Sie sogenannte „Ich-Aussagen“. Damit drücken Sie aus, was das Verhalten des Kindes bei Ihnen bewirkt: „Ich ärgere mich, dass du die Hausaufgaben noch immer nicht fertig hast. Die Zeit bis zum Arztbesuch wird knapp. Ich erwarte, dass du sofort beginnst.“ Mit solchen Ich-Botschaften signalisieren Sie Ihrem Kind, dass Sie nicht das Kind als Person ablehnen, sondern eine bestimmte Verhaltensweise, und dass diese bei Ihnen etwas auslöst. Dies macht es dem Kind leichter, sich zu verändern.
  1. Vermeiden Sie Diskussionsfallen: Klar bleiben
    Tappen Sie nicht in die Diskussionsfalle, wenn Ihr Kind sich rechtfertigt und anfängt, Sie überzeugen zu wollen, z. B. „Das sind doch meine Hausaufgaben und ist meine Zeit. Da brauchst du dich doch nicht zu ärgern.“ Fangen Sie nicht an zu argumentieren. Betonen Sie stattdessen noch einmal, welches Verhalten Sie erwarten. Geben Sie Ihrem trödelnden Kind Starthilfe, z. B. indem Sie mit ihm gemeinsam den Hausaufgabenberg in kleine Portionen aufteilen.

  1. Handeln Sie konsequent: Gesagtes gilt
    Manchmal stehen beim Kind die momentanen Bedürfnisse so im Vordergrund, dass es sich auf all dies nicht einlässt. Dann ist eine klare Grenzziehung mit einem eindeutigen Ge- oder Verbot notwendig. – Konsequenz ist einer der wirkungsvollsten Erziehungsgrundsätze.

 

Quelle: Schulleitung intern